Die Handarbeitsbörse, wie sie umgangssprachlich genannt wird, war ein voller Erfolg. Mehrmalige Sturmwarnungen für den Samstag hielten viele Besucher aus Nah und Fern nicht davon ab, der Messe ein neues Rekordergebnis zu verschaffen. Über 6000 Besucher, und damit leicht mehr als im letzten Jahr, kamen zu der Ausstellung, die erstmalig im Jahnsportforum stattfand.
Die Aussteller kamen aus 8 Bundesländern. Viele der 100 Aussteller kamen nicht zum ersten Mal, wie z.B. der Neubrandenburger Maler, Rainer Helbig. Vom ersten Male dabei, das Soziokulturelle Bildungszentrum Neubrandenburg e.V. kurz “SKBZ” mit seiner Geschäftsführerin Gerlinde Brauer-Lübs. Als diese vor 13 Jahren erstmalig die Messe ausrichtete, wurde sie nur belächelt. Mittlerweile hat sich die Messe zu einem Messehit entwickelt, wie die Zahlen anschaulich belegen. Stellvertretend für die vielen Anbieter haben wir uns bei den Klöppelfrauen des SKBZ umgeschaut.
52 klöppelnde Frauen haben sich in 4 Gruppen selbstorganisiert. Sie nehmen regelmäßig an Klöppelkongressen teil. Zweimal pro Tag haben sie in Workshops die “Chrysante Technik” vorgestellt, da wird Metallverarbeitung und Faden zusammenverarbeitet, was sehr gut bei den Zuschauern angekommen ist. Weitere Mitglieder haben die Hardanger und Patchworktechniken gezeigt. Dabei gestalteten sie Raum- aber auch Bekleidungstextilien. Kennzeichnend für die Handarbeitsbörse ist der Zusammenhang zwischen Kultur und Wirtschaft. Man kann sich nicht nur Nadel und Faden sowie die benötigten Grundmaterialien kaufen sondern mittels sehr angenehmer Kommunikation viele neue Ideen verwirklichen.
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Hallo,
leider würdigte Herr Oberbürgermeister Dr. Paul Krüger in seiner Eröffnungsrede mit keinem Wort das Engagement des Soziokulturellen Bildungszentrum Neubrandenburg e.V. welches vor 13 Jahren bis zur heutigen Zeit als Mitbegründer und Mitinitiator der Handarbeitsbörsen aktiv für kulturelle Integration in der Stadt und Region eintritt. Diese Nichtachtung zeigt eine tendenziöse Einstellung innerhalb der Stadtverwaltung zur aktiven Kulturarbeit, Integration, Multikultur und öffentlicher Stadtteilarbeit, welcher sich das SKBZ e.V. verpflichtet fühlt. Wir können nur hoffen, dass der multikulturelle verbindende Gedanke mit seiner weltoffenen Botschaft nicht an den mittelalterlichen Mauern Neubrandenburgs zerbricht.
Ralf Ströde