Monthly Archive for März, 2008

Edelmetall für Neubrandenburger Kellerei

Rethra Kellerei jetzt \"First Class Destillery\"

Die Rethra Kellerei aus Neubrandenburg holte in Österreich Gold und Silber

Auf der “Gast” in Klagenfurt, der Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Kärnten wird jährlich der World Spirits Award verliehen. Diese Ausstellung ist die größte Gastronomiemesse im Alpen-Adria-Raum und fand in diesem Jahr vom 9. bis 12. März statt.
Hier im südlichen Alpendreieck, wo sich mitteleuropäische Küche mit Balkankultur und mediterraner Cuisine trifft, kamen mehr als 20.000 Fachleute aus Hotellerie, Gastronomie und Feinkosthandel zusammen, um neue internationale Trends zu begutachten und Spitzenerzeugnisse aus allen Regionen der Welt kennen zu lernen.

Destillerien und Spirituosenproduzenten aus 16 Ländern von Australien über Puerto Rico bis Südafrika bewarben sich in diesem Jahr mit Ihren Spitzenprodukten um die World Spirits Awards.

Nachdem die Rethra Kellerei bereits im vorigen Jahr mit ihrem “Rethra Sanddornliqueur” beim internationalen Spirituosenwettbewerb des renommierten Meininger Verlages die Silbermedaille erringen konnte, bewarb sie sich jetzt mit vier Produkten um die begehrten Preise in Klagenfurt.
Für diese regionale Spezialität gab es diesmal Gold, wie auch für den Mecklenburger Kräuterlikör “Schatz von Rethra”. Der neu entwickelte “Rethra Quittenliqueur” und der “Sanddorngrog” erreichten je eine Silbermedaille.

Für die insgesamt sehr gute Performance bei den Verkostungen für den World Spirits Award darf sich die Rethra Kellerei aus dem Mecklenburgischen Neubrandenburg jetzt “First Class Destillery” nennen.

Die Rethra Kellerei ist die erste Gewinnerin dieses Preises aus Mecklenburg Vorpommern.
Der prämierte Sanddornlikör wird bereits nach Estland und Finnland exportiert. Zur Grünen Woche 2008 in Berlin wurde ein Bio Sanddornlikör entwickelt, der bei einschlägigen Händlern ebenfalls auf großes Interesse stößt.

Weitere Links zum Thema:
Rethra-Kellerei

Die PreisträgerDie Kärntnerin Birgit Pieschl probiert am Stand der Rethra Kellerei den prämierten Sanddornlikör

Über den Dächern von Neubrandenburg

Wege zur Backsteingotik - Turmbesteigung Marienkirche

Am Ostersonntag habe ich unsere Kinder aus Bremen überredet zur Ausstellung in die Marienkirche mit zukommen. Das war garnicht so einfach. Ihr Argument: Der Besuch der HKB-Plattform ist gratis, die Stadt hingegen verlangt für den Besuch der Ausstellung in der Marienkirche nebst Aufstieg 4 Euro je Person.

Da sich das Wetter von seiner besten Seite zeigte, wurden wir uns schnell einig. Heute sollte es mal zur Abwechslung gemeinsam auf den Turm der Marienkirche gehen. Leider bin ich nicht schwindelfrei - es soll ja Menschen geben die damit so ein Problem haben ;-) Somit hatte ich natürlich einige Bedenken, was meine Teilnahme an den letzen Metern der Turmbesteigung betraf. Aber der Wunsch die Aussicht zu genießen war wesentlich stärker wie die Vorbehalte.

Oberhalb der Glocken, gibt es extra einen Rundweg um den Glockenstuhl. Dieser verläuft auf einer Höhe. Man ist echt gut beraten die periodischen Warnungen der Tonbandansagerin (jeweils 1min vor dem Anschlagen der Glocken) nachzukommen und sich auf das Läuten der Glocken einzustellen. Es ist auch anzuraten die kostenlosen gelben Ohrstöpsel während der Turmbesteigung in den Ohren zu belassen. Die kleinen “Gesundheitshelfer” kann man sich am Eingang gratis mitnehmen. Ansonsten kann man, wenn man Pech hat, gleich einen Termin beim Ohrenarzt machen.

In 45 m Höhe haben wir dann den Austritt zum Turmumgang erreicht. Die Aussicht von der Plattform bietet gerade in Richtung Süden eine bessere Aussicht als die vom HKB-Turm, da kein Gebäude die Sicht versperrt.

Für die Ausstellung sollte man sich viel Zeit nehmen. Nach meiner Ansicht ist die Informationsfülle für die mögliche Zeit des Aufenthaltes zu groß.

Mein Fazit: Es hat sich für uns fünf gelohnt. Ich werde auf jeden Fall mal wieder vorbeischauen mit den nächsten Besuchern, natürlich nur bei gutem Wetter.

Eine Frage habe ich jedoch: Sind 4 Euro Eintritt angepaßt?

Hier noch einige Eindrücke von dem empfehlenswerten Aufstieg.

Turmbesteigung MarienkircheTurmbesteigung MarienkircheTurmbesteigung MarienkircheTurmbesteigung MarienkircheTurmbesteigung MarienkircheTurmbesteigung MarienkircheTurmbesteigung MarienkircheTurmbesteigung Marienkirche

Wie immer weiterführende Links zu dem Thema
Ausstellung
Dauerausstellung Wege zur Backsteingotik - in Neubrandenburg “Zur Wehr und Zier”
Die Marienkirche - Deutschlands aufregenste Konzerthalle

Wässriger Kunstmarkt in Neubrandenburg

Kunstmarkt Ostern 2008

Das Glück war den Kunsthandwerkern an diesem Ostersamstag nicht hold. Windiges und regnerisches Wetter, teilweise leichter Schneefall, ließen nur die hartgesottenen Mitbürger den Weg zum Treptower Tor machen.

So konnten die Handwerker nur gut die Hälfte der sonst üblichen Interessierten an ihrem Stand begrüßen. Bereits zum zweiundzwanzigsten Mal wurde der Kunstmarkt in der Vier-Tore-Stadt durchgeführt und ist somit bereits zu einer festen Adresse in der Region geworden. Ursprünglich vom Zentrum für bildende Kunst zu DDR-Zeiten initiiert und am Friedländer Tor durchgeführt, wurde es nach der Auflösung des Zentrums durch einen Teilnehmer der ersten Stunde übernommen und weitergeführt. Nach Angaben von Töpfer Steilen, dem Organisator des Kunstmarktes, bauten dieses Jahr 18 Handwerker ihren Stand am Treptower Tor auf.

Ich habe mich an vier Ständen näher umgeschaut. Die Töpferfamilie Steilen hat 1986 eine Töpferei in der Neubrandenburger Jahnstraße aufgebaut. Am Anfang wurden verschiedene Glasuren verwendet. Nach der Wende hat man sich aber auf eine Glasur konzentriert. Man fertigt nicht immer knallige, modische Sachen, sondern Produkte, in die man sich erst auf den zweiten Blick verliebt. “Diese Liebe hält dann auch länger”, sagte Töpfer Steilen schmunzelnd. Mit einem eigenen Siegel, der Kornähre, sind alle eigenen Kreationen versehen. Die Kornähre wurde mit Bedacht ausgewählt. Sie steht für die Zeitlosigkeit und für landwirtschaftlichen Reichtum in Mecklenburg-Vorpommern, für Essen, für sich Wohlfühlen, führte Töpfer Steilen weiter aus.

Der hohe Arbeitsaufwand rechtfertigt die Preise. Wer die Gebrauchsartikel erst einmal ausprobiert, kommt wieder und kauft Weitere. Die Palette ist breit. Sie reicht von Obstschalen, Sieben, Fußschalen, Vasen bis zu Kannen mit Stövchen und natürlich bis zu Schmuckartikeln.

Treptower TorTöpferei SteilenTöpferei SteilenTöpferei SteilenTöpferei SteilenTöpferei SteilenTöpferei Steilen

Daneben finde ich den Landschaftsmaler Rainer Helbig. Ihn hat es heute hart getroffen. Zwei Bilder hat er durch das Regenwetter verloren. “Das kommt vor”, sagt er und widmet sich dem nächsten Kunden.

HolzenthüllerHolzenthüller

Einen Stand weiter in der Reihe treffe ich auf den “Holzenthüller”. Aus heimischen Wurzelstücken und Holzauswüchsen, sozusagen aus Abfällen, fertigt Herr Bielenstein einzigartige Gegenstände. Deswegen nennt er sich auch treffend “Holzenthüller”. Viele dieser Unikate kommen später als Schmuck zum Einsatz, beispielsweise als Brosche, aber auch als Gebrauchsgegenstände wie Korkenzieher, Brieföffner, Gabeln und Schalen.

Onlinevideo
Gegenüber ist der Stand von Frank Bölter. Hier dreht sich alles um die Wolle. Gemeinsam mit seiner Frau firmiert er unter “Wollatelier im Gutshaus”. Seit 15 Jahren spinnen und färben sie Wolle. Auf dem Markt hat er ein umfangreiches Sortiment von vielen bunten Wollen in verschiedenen Stärken und auch das nötige Zubehör, wie Stricknadeln und Knöpfe mitgebracht. Wer sich die Arbeit mit dem Stricken sparen möchte, konnte auch fertige Jacken bei ihm kaufen.

Onlinevideo
Rechts neben dem Wollatelier komme ich mit Lutz Piegholdt ins Gespräch. In Fortsetzung einer 30-jährigen Familientradition als Meisterbetrieb, unterstützt der gelernte Drechsler und Elfenbeinschnitzer seit vielen Jahren seine Frau bei der Vermarktung der produzierten Waren. Seine “Brötchen” verdient der studierte IT-Spezialist mit einer eigenen Computerfirma. Nach den vielen Bits und Bytes über die Arbeitswoche, ist er froh über den Ausgleich. Ein Gedanke fasziniert den lustigen Demminer immer wieder: Der Weg des Holzes. Er kennt ihn genau. Vom Holzeinschlag über die Bearbeitung bis zur Endfertigung, meist sogar bis zum Käufer selbst.

NorddesignNorddesign

Für diejenigen, die den Kunstmarkt nicht besuchen konnten, habe ich eine Linksammlung vorbereitet.

Holzenthüller Friedrich Bielenstein
Wollatelier im Gutshaus Conny & frank Bölter
Norddesign Drechslerei und Holzgestaltung Lutz Piegholdt

An dieser Stelle noch ein 360 Grad Panorama vom letzten Kunstmarkt. Autor ist der Panoramafotograf Frank Bürger.

Modellpark Mecklenburgische Seenplatte

Modellpark Mecklenburgische Seenplatte

Verlängerte Wochenenden laden meist zu erholsamen Ausflügen in die Natur ein. Wenn man dabei noch Interesse an maßstabsgerechten Modellen von historischen Bauten aus der Region der Mecklenburgische Seenplatte hat, dann ist man gut beraten einen Abstecher nach Neubrandenburg zu machen. Der Modellpark, der bereits am 01. Mai 2000 eröffnet wurde, ist seit langem zu einem besonderen Anziehungspunkt geworden.

In einer ca. 1,4 ha großen Parkanlage, im Süden der Stadt Neubrandenburgs, finden die Interessierten eine Unmenge an detailgerechten Modellen von Schlössern, Burgen, Kirchen historischen Stadtbauten und vieles mehr. Hier kann man sich verlieren in den vielen liebevoll gestalteten Details. Die Anlage wird noch bereichert durch eine Garteneisenbahn, mit immerhin 225m Länge. Die Bahn kommt auch am Friedländer Bahnhof vorbei. Mit dem hat es ja eine besondere Bewandtnis. Jeder “Eisenbahnfreak” weiß, daß dort im letzten Jahrhundert die MPSB (Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn) ein bedeutender Wirtschaftsfaktor war.

Das neuste Modell ist übrigens Schloß Neetzow.

Weitere Informationen zum Thema Modellpark:
Öffnungszeiten
April - Oktober täglich
9.30 bis 19.30 Uhr
November - März täglich
9.30 - 18 Uhr

So finden Sie den Park:
Modellpark Mecklenburgische Seenplatte
Wilhelm-Külz-Straße 38
17033 Neubrandenburg
Tel. Kasse: 0395- 5706440
info@modellpark.de
www.modellpark.de

Schloß NeetzowSchloß NeetzowLokschuppen der MPSB in Friedland

Frühlingsanfang

Man mag es nicht recht glauben, aber heute am 20. März 2008 exakt um 06:48 war Frühlingsanfang. Was uns aber das Wetter heute geboten hat, “geht auf keine Kuh…”.
Am Morgen war Eiskratzen angesagt. Dann wollte uns die Sonne etwas für die Kälte verwöhnen. Prompt gegen Mittag Graupelschauer. Zum Abend höre ich sogar mehrfach eine Unwetterwarnung! Ein Wetter um sofort die Koffer zu packen und ab in den Süden zu sausen!Wer also diesmal auf Ostern in der Heimat gesetzt hat, der hat wettertechnisch den “schwarzen Peter” gezogen. Was wird wohl aus den vielfach aufgestapelten Osterfeuern? Wird das Holz nicht zu feucht? Egal, wir freuen uns alle auf die freien Stunden mit der Familie.
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Benefizkonzert des Einstein-Gymnasiums

Eine Stadt-ein Haus-Ein Stein so lautete diesmal der Titel des jährlich stattfindenden Benefizkonzertes des Albert-Einstein-Gymnasiums.

Am 14. März präsentierten die Schüler in einer Doppelveranstaltung ihre Talente. Sowohl ab 16 Uhr als auch ab 19.30 Uhr konnte das Publikum in der Konzertkirche neben musikalischen Beiträgen die schauspielerischen Fähigkeiten der Schüler beurteilen und genießen. Die Akteure hatten meist in Eigenleistung Stücke ausgesucht, einstudiert oder sogar selbst komponiert. In vielen liebevoll arrangierten Details konnte man aber auch die enge Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern wiedererkennen.

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